← Alle Exponate

Das Rotkäppchen

Holzschnitt, um 1853

Ludwig Richters Illustrationen für Ludwig Bechsteins „Deutsches Märchenbuch“ (erste illustrierte Ausgabe 1853) gehören zu den prägendsten Bildern deutscher Märchen überhaupt. Über 170 Holzschnitte schuf Richter für die Sammlung – „Das Rotkäppchen“ zählt bis heute zu den bekanntesten. Die Mutter schärft ihrer Tochter noch an der Haustür ein, mit dem Korb voller Kuchen und Wein direkt zur kranken Großmutter zu gehen und nicht vom Weg abzukommen.

Im Wald lässt sich Rotkäppchen von den Vögeln und den schönen Blumen ablenken und verlässt den Pfad – klein und verloren wirkt sie zwischen den mächtigen Bäumen. Genau darauf hat der Wolf gewartet: Während sie Blumen pflückt, eilt er heimlich voraus zur Großmutter.

Als Rotkäppchen ankommt, liegt der als Großmutter verkleidete Wolf bereits im Bett. Das berühmte Zwiegespräch – „Ei, Großmutter, was hast du für große Ohren“ – endet damit, dass der Wolf das Mädchen verschlingt, bis ein vorbeikommender Jäger beide am Ende wohlbehalten aus seinem Bauch befreit.

Bildmaterial

Antippen öffnet die Galerie.

Hintergrund

  • Ludwig Richter
    Künstler

    Ludwig Richter

    1803 – 1884
    4 Themenbereiche · 2 Werke

    Adrian Ludwig Richter wurde 1803 in Dresden geboren und zählt zu den bekanntesten Malern und Illustratoren der deutschen Romantik und des Biedermeier.

Themenbereiche

1 / 2
  • 1Exponat
    Thema

    Buchillustration

    Gezeichnet wird hier nicht für die Wand, sondern für die Seite. Illustrationen führen durch eine Erzählung und halten ihre Wendepunkte fest. Wie eine Figur aussieht, prägen sie oft stärker als der Text, zu dem sie gehören.

  • Thema

    Märchen & Volksgeschichten

    Erzählungen, die niemand erfunden hat und alle kennen: mündlich weitergegeben, im 19. Jahrhundert gesammelt und aufgeschrieben. Ihre Bilder – der Wald, der Wolf, der hundertjährige Schlaf – stehen für das, was Kinder wie Erwachsene fürchten und hoffen.