Caspar David Friedrich
Lebensdaten
- Geboren
- 1774
- Gestorben
- 1840
- Wirkte in
- Greifswald, Kopenhagen, Dresden
Biografie
Caspar David Friedrich war der bedeutendste Maler der deutschen Romantik. Mit seinen melancholischen und symbolhaften Landschaftsdarstellungen schuf er eine völlig neuartige Bildsprache, die Naturerfahrung mit spiritueller Sinnsuche verband.
Leben
Caspar David Friedrich wurde im pommerschen Greifswald geboren und erhielt dort ersten Zeichenunterricht. Von 1794 bis 1798 studierte er an der renommierten Kunstakademie in Kopenhagen, ehe er sich dauerhaft in Dresden niederließ. Zahlreiche Wanderungen durch die Landschaften Rügens, der Sächsischen Schweiz, des Harzes und des Riesengebirges prägten sein Naturverständnis und bildeten den reichen Fundus für seine späteren Bildkompositionen.
Werk
Friedrich erhob die Landschaftsmalerei zu einem eigenständigen Träger tiefster religiöser und weltanschaulicher Empfindungen. Seine Werke zeichnen sich durch strenge geometrische Komposition, subtile Lichtführung und eine präzise Naturstudie aus, die er im Atelier zu überhöhten Sinnbildern fügte. Motive wie Nebel, Ruinen, Friedhöfe, das Meer und einsame Rückenfiguren wurden zu unverwechselbaren Markenzeichen seiner Kunst.
Wirkung
Obwohl Friedrich in den 1810er-Jahren große Erfolge feierte und vom preußischen Königshaus gefördert wurde, verlor das zeitgenössische Publikum im späten Biedermeier das Interesse an seiner stillen Melancholie. Er starb 1840 verarmt und weitgehend vergessen in Dresden. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Friedrich als einer der wichtigsten und tiefgründigsten Neuerer der modernen Landschaftskunst wiederentdeckt.
