Das Rotkäppchen
Ludwig Richters Illustrationen für Ludwig Bechsteins „Deutsches Märchenbuch“ (erste illustrierte Ausgabe 1853) gehören zu den prägendsten Bildern deutscher Märchen überhaupt. Über 170 Holzschnitte schuf Richter für die Sammlung – „Das Rotkäppchen“ zählt bis heute zu den bekanntesten. Die Mutter schärft ihrer Tochter noch an der Haustür ein, mit dem Korb voller Kuchen und Wein direkt zur kranken Großmutter zu gehen und nicht vom Weg abzukommen.
Im Wald lässt sich Rotkäppchen von den Vögeln und den schönen Blumen ablenken und verlässt den Pfad – klein und verloren wirkt sie zwischen den mächtigen Bäumen. Genau darauf hat der Wolf gewartet: Während sie Blumen pflückt, eilt er heimlich voraus zur Großmutter.
Als Rotkäppchen ankommt, liegt der als Großmutter verkleidete Wolf bereits im Bett. Das berühmte Zwiegespräch – „Ei, Großmutter, was hast du für große Ohren“ – endet damit, dass der Wolf das Mädchen verschlingt, bis ein vorbeikommender Jäger beide am Ende wohlbehalten aus seinem Bauch befreit.
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