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Der Abriss der Häuser auf dem Pont au Change im Jahr 1786

Hubert Robert, wohl 1788, Öl auf Leinwand

Das Gemälde von Hubert Robert schildert die tiefgreifende städtebauliche Umgestaltung von Paris am Vorabend der Französischen Revolution. Gezeigt werden die aufwendigen Abbrucharbeiten an den überbauten Brücken der Seine, insbesondere am Pont au Change, um den Flussraum zu öffnen und den Verkehrsfluss sowie die Luftzirkulation in der dicht bebauten Metropole zu verbessern.

Die monumentale Baustelle wird durch gewaltige Schuttberge, Balkenlagen und Erdarbeiten inszeniert. Im Hintergrund ragen markante Pariser Bauwerke auf, darunter der Uhrturm und die runden Türme der Conciergerie auf der Île de la Cité. Zwischen den Erdmassen beleben Fuhrwerke, Zugpferde und hart arbeitende Arbeiter die Szenerie, die der Maler mit feinem Sinn für Licht, Staub und das Pathos des Wandels einfängt.

Bis ins späte 18. Jahrhundert waren viele europäische Brücken eng mit mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern bebaut. 1786 ordnete König Ludwig XVI. die Räumung und den Abbruch dieser Bauten auf den Pariser Brücken an. Der Künstler hielt diese Umwälzung in mehreren großformatigen Stadtansichten fest, die den Übergang der mittelalterlichen Struktur zur modernen Stadt dokumentieren.

Hintergrund

  • Hubert Robert
    Künstler

    Hubert Robert

    1733 – 1808
    1 Themenbereich · 1 Werk

    Hubert Robert war ein französischer Maler und Zeichner des Klassizismus, der für seine Darstellungen antiker Ruinen und Pariser Stadtansichten weithin berühmt wurde. Nach einem langjährigen Studienaufenthalt in Italien machte er in Paris eine glänzende Karriere als Landschaftsmaler und königlicher Gartengestalter.

Themenbereiche

  • Thema

    Landschaftsmalerei

    Lange war die Landschaft nur Hintergrund für Personen und Geschichten. Im 19. Jahrhundert wird sie zum eigentlichen Gegenstand – gemalt nicht allein, wie sie aussieht, sondern wie sie sich anfühlt: das Licht einer Tageszeit, die Stille eines Tals, das Wetter über einem Bergrücken.