Der Abriss der Häuser auf dem Pont au Change im Jahr 1786
Kurz gesagt
Das Gemälde von Hubert Robert schildert die tiefgreifende städtebauliche Umgestaltung von Paris am Vorabend der Französischen Revolution. Gezeigt werden die aufwendigen Abbrucharbeiten an den überbauten Brücken der Seine, insbesondere am Pont au Change, um den Flussraum zu öffnen und den Verkehrsfluss sowie die Luftzirkulation in der dicht bebauten Metropole zu verbessern.
Deutung
Die monumentale Baustelle wird durch gewaltige Schuttberge, Balkenlagen und Erdarbeiten inszeniert. Im Hintergrund ragen markante Pariser Bauwerke auf, darunter der Uhrturm und die runden Türme der Conciergerie auf der Île de la Cité. Zwischen den Erdmassen beleben Fuhrwerke, Zugpferde und hart arbeitende Arbeiter die Szenerie, die der Maler mit feinem Sinn für Licht, Staub und das Pathos des Wandels einfängt.
Geschichte
Bis ins späte 18. Jahrhundert waren viele europäische Brücken eng mit mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern bebaut. 1786 ordnete König Ludwig XVI. die Räumung und den Abbruch dieser Bauten auf den Pariser Brücken an. Der Künstler hielt diese Umwälzung in mehreren großformatigen Stadtansichten fest, die den Übergang der mittelalterlichen Struktur zur modernen Stadt dokumentieren.
