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Tanz der Elfen

August Malmström, 1866, Öl auf Leinwand

Über einer nächtlichen Wiesenlandschaft tanzen ätherische Gestalten im Nebel. Im sanften Schein des Mondes scheinen sich die aufsteigenden Nebelschwaden über einem Flusslauf in schwebende, tanzende Wesen zu verwandeln. Das 1866 vollendete Gemälde von August Malmström verbindet Naturbeobachtung mit nordischer Folklore. Die geheimnisvolle Lichtstimmung und die zarte Auflösung der Figuren im feuchten Dunst machen das Werk zu einer Ikone der schwedischen Kunst des 19. Jahrhunderts.

Die Grenze zwischen Naturerscheinung und mythischer Fantasie bleibt in der Darstellung bewusst fließend. Der Bodennebel über der Auenlandschaft nimmt die Konturen tanzender Frauenkörper an, die sich im Reigen bewegen und im Gegenlicht silbrig aufleuchten. Das Motiv greift den skandinavischen Volksglauben an Naturgeister auf, die in der Dämmerung erwachen. Landschaft und Mythos verschmelzen so zu einer Einheit, in der die Natur als beseelter, zauberhafter Raum erfahrbar wird.

Hintergrund

  • August Malmström
    Künstler

    August Malmström

    1829 – 1901
    3 Themenbereiche · 1 Werk

    August Malmström war ein schwedischer Maler und Illustrator des 19. Jahrhunderts. Bekannt wurde er vor allem für seine Darstellungen aus der nordischen Mythologie und Folklore sowie für stimmungsvolle Naturmotive.

Themenbereiche

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  • Thema

    Märchen & Volksgeschichten

    Erzählungen, die niemand erfunden hat und alle kennen: mündlich weitergegeben, im 19. Jahrhundert gesammelt und aufgeschrieben. Ihre Bilder – der Wald, der Wolf, der hundertjährige Schlaf – stehen für das, was Kinder wie Erwachsene fürchten und hoffen.

  • 1Exponat
    Thema

    Sagen & Legenden

    Anders als das Märchen ist die Sage ortsgebunden: Sie spielt an einem bestimmten Berg, einer Burg, in einer Stadt – und wurde für wahr gehalten. Was sie erzählt, verbindet Landschaft mit Geschichte und erklärt oft, warum ein Ort heißt, wie er heißt.

  • 1Exponat
    Thema

    Spätromantik

    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts klingt die Romantik aus – ihre Motive bleiben, doch der Ton wird stiller und erzählender. Die Spätromantik verbindet genaue Naturbeobachtung mit Innerlichkeit und volkstümlicher Erzählfreude. Ludwig Richter gilt als einer ihrer wichtigsten Vertreter.